Schwarzbarsch und Barsch bei fallendem Luftdruck

Ihr wisst ja, ab Mitte August sehne ich mir dann immer schön langsam den Herbst mit kühleren Tagen herbei. Doch wie steht die Chance bei diesen Wetterumschwüngen, zum Beispiel Schwarzbarsch oder Barsch bei fallendem Luftdruck dennoch zu fangen? Barschartige Raubfische können ja, wie wir alle schon wissen, den Druckausgleich im Körper nur über den Blutkreislauf steuern. Dies soll sie an Tagen mit starken Schwankungen des Luftdruckes nicht wirklich in Beisslaune versetzen, worüber immer wieder Raubfischangler klagen. Ich denke mir, dass diesen Spruch mit dem Luftdruck viele auch einfach nur an einem Schneidertag verwenden, um die Schuld nicht bei sich selbst suchen zu müssen. Man angelt wie immer, die selben Köder mit der selben Angelmethode und klappt’s nicht, kann man ja dem Wetter oder eben den Luftdruck die Schuld geben, statt mal etwas Neues zu probieren… 😉

Was passiert nun wirklich mit Schwarzbarsch und Barsch bei fallendem Luftdruck?

Nachdem nun auch bei uns die markante Abkühlung eingetroffen ist und es die Temperaturen seit zwei Tagen nicht mehr über die Zwanzig-Grad-Marke schafften, stellte ich mir wieder genau diese Frage. Schwarzbarsch und Barsch bei fallendem Luftdruck? Nein, da spar ich mir den Ausflug ans Wasser lieber?!? Doch abgesehen davon, dass ich wieder mal mit meinem Angel-Buddy ein paar gemütliche Stunden am Wasser verbringen wollte, sah ich in diesem Wetterumschwung mehr Vorteile als Nachteile. Ein Tiefdruckgebiet bringt meist Regen, Wind und die nötige Abkühlung mit sich, was oft auf die Unterwasserwelt wie ein „Kickstarter“ wirkt und die Raubfische in extreme Beisslaune bringen kann. So war das Wette vor einigen Tagen dann auch… regnerisch, stark bewölkt, windig und kühl… dies direkt nach einer extrem langen, heißen Wetterphase. Die Raubfische demotivierte das aber in keinster Weise.

 Megabass KANATA
Der Megabass KANATA, extrem aktiv geführt, bringt an solchen Tagen richtig viel Raubfisch an den Haken!

Wir fingen Flussbarsche am DS-Rig auf der toten Rute und konnten einige kleinere Schwarzbarsche an der Oberfläche, über dem dichten Kraut, mit Oberfächenködern wie dem POPX von Megabass zu Attacken verleiten. Weiters gingen uns rund zwanzig kleinere und mittelgroße Hechte auf Jerks wie den KANATA und Crank-Baits wie den Z-Crank an den Haken und wir hatten bis auf eine kleine Beissflaute in der Mitte des Nachmittages durchgehend Attacken, Nachläufer und oft aggressive Bisse. Sogar ein schöner Zander konnte mit dem RawBite von Westin in der neuen 15cm-Ausführung im Mittelwasser überlistet werden. Also Luftdruck hin oder her… mag sein, dass er an manchen Tagen Einfluss auf die Raubfische hat, heute war es ihnen komplett egal.

Schwarzbarsch und Barsch bei fallendem Luftdruck
Auch nach einem anstrengenden Drill, tauchten die Raubfische extrem „spritzig“ wieder in die Tiefen ihres Gewässers ab!

Aber was waren die optimalen Köder auf Hecht, Zander und Barsch bei fallendem Luftdruck?

Auch wenn sich schon zu Beginn der Angelsession eine Art von Ködern als extrem fängig zeigte, probierten wir dennoch wieder mal unsere komplette Köderpalette durch. Rein um zu sehen, welche Köder an solchen Tagen wirklich gut laufen und mit welchen Ködern man nur schwer oder garkeine Bisse auf Hecht, Zander und Barsch bekommt. Am besten liefen an diesem Tag aggressiv geführte Jerks und Crankbaits in grellen Farben wie es das Firetiger-Muster eines ist. Auch flott  über den Grund geführte Gummifische in der „Farbe“ Motoroil wurden heftig attackiert und brachten den ein oder anderen schönen Hecht ans Tageslicht. Extrem wenig, bis gar keine Bisse gab es auf große Gummifische und Köder in Naturfarben und Naturmuster. Es war extrem stark bewölkt und leicht windig, somit brachten nur auffallende und extrem schnell geführte Köder an diesem Tag die Raubfische vor die Linse.

Zusammengefasst kann ich nur eines sagen, wenn ihr Angeln gehen wollt, dann pfeift doch auf Mond, Wetter und Luftdruck. Mit den richtigen Ködern und vor allem mit der richtigen Motivation bzw. Technik könnt ihr sowohl an extrem heissen Tagen, als auch nach einer extremen Abkühlung eure Raubfische fangen. Genaugenommen ist es doch genau das, was es für mich so spannend macht, bei den unterschiedlichsten Bedingungen dennoch zum Raubfisch zu kommen! In diesem Sinne, raus mit euch an’s Wasser, egal was man euch bezüglich optimaler Wetterbedingungen einreden will! Es gilt noch immer der Spruch… „wer fängt hat recht!“

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