Wozu braucht es diesen Megabass S-Crank STW jetzt auch noch in der Köderbox?

Quadratisch, praktisch, gut ist mir beim ersten Anblick dieses Crankbaits eingefallen, denn die Form verwundert schon ein wenig wenn man sich so den Kunstködermarkt mit seinen Baits ansieht. Als ob ein Fisch irgendwo mit voller Kraft dagegen geschwommen wäre, so sieht für mich die Form und vor allem der Kopf des Megabass S-Crank STW aus. Der Kunststoff-Crankbait verzaubert jetzt auf den ersten Blick nicht wirklich durch das verwendete Material, sonder viel mehr durch die Detailverliebtheit der einzelnen Muster. Da bleiben keine Wünsche offen, jegliche Muster und Variationen sind vorhanden und jedes dieser Muster ist in Präzession umgesetzt, so wie man es aus dem Hause Megabass kennt.

Wofür steht eigentlich das STW beim Megabass S-Crank und vielen weiteren Modellen?

STW steht kurz gesagt für Support To Win… Ein Produkt zu entwickeln, das den Anforderungen des Zielmarktes gerecht wird, ist eine Herausforderung, der sich jeder Hersteller Jahr für Jahr stellt. Ein Produkt, das einem Angler hilft, Fische zu fangen, ist das große Ziel und wenn man das Ziel erreicht, wird sich der Köder von selbst verkaufen. Unterstützen soll genau diesen Ansatz die amerikanische Elite unter den Barschanglern wie Edwin Evers. Diese Angler lassen ihre ganze Erfahrung und ihr geballtes Wissen in die Entwicklung der Köder unter diesem Kürzel einfließen und sollen damit für noch mehr Erfolg am Wasser sorgen. Ob es sich hier jetzt nur ein nett gemeintem Marketing-Gag handelt, da sowieso jede Ködermarke mittlerweile das Wissen seiner Profis in die Entwicklung einfließen lässt oder diese Eibindung der Profits hier irgendwie besonders ist und wirklich etwas bringt, darf sich jetzt an dieser Stelle jeder für sich selbst ausmalen…

Fangen wir mal bei den Wurfeigenschaften des Megabass S-Crank an…

Die Tauchlippe wirkt tief versenkt im Kopf des Baits und erinnert an einen alten Balsa- oder Holz-Köder, wo diese Konstruktion nötig war um die Tauchlippe gut zu stabilisieren. Bei diesem Kunststoff-Köder wäre es nicht nicht notwendig gewesen auf dieses Design zurückzugreifen, ausser es hat eben im Detail auch Auswirkungen auf den Köderlauf. Im Megabass S-Crank sind keinerlei Wurf-Helferlein verbaut. Das heisst, irgendwelche Balancer oder Wurfkugeln sucht man hier vergebens. Obwohl der S-Crank grundsätzlich sehr gute und stabile Wurfeigenschaften vorweist, muss man sich bei manchen Würfen aber dennoch darauf einstellen, dass er ins Trudeln kommen kann. Sei es durch die breite Schaufel oder einfach durch mein Unvermögen, selten aber doch ist es mir dann eben doch passiert.
Die Tauschaufel ist wieder so konzipiert, dass der Megabass S-Crank mit extrem kurzem Weg nach dem Eintauchen je nach Modell auf seine optimale Tauchtiefe zwischen 1,5 Meter oder 2,0 Meter abtaucht und dort seine Arbeit mit Bravour verrichtet.

Was ist beim Einholen des Megabass S-Crank zu beachten?

Der Megabass S-Crank besitzt ja wie schon erwähnt keinerlei Stabilisierung im Inneren des Köders, wodurch er natürlich extrem leise läuft. Möchte man ihn wirklich geräuschlos fischen, muss man ihn aber dennoch am besten direkt an das Vorfach binden. Durch seinen relativ aggressiven Lauf, welchen man auch sehr stark in der Rutenspitze spürt, klackert ansonsten der Swap an der Einhängöse und der Megabsss S-Crank bewegt sich weit weg von eigentlich gewünschten Silent-Mode. Die Lauftiefe hängt vom jeweiligen Modell ab und reicht beim S-Crank von vier bis sechseinhalb Fuß. Zusammengefasst hat Megabass mit diesem Köder die Laufeigenschaften eines Balsaköders mit all seinen materiellen Nachteilen in einer Kunststoff-Variante vereint und es macht richtig Spaß den Köder über Krautfelder oder flache Buchten im Zick-Zack-Modus zu fischen… Heisst man drillt den Köder runter auf seine Lauftiefe und lässt ihn durch kurze Stops immer wieder etwas senkrecht steigen. Nicht selten kommen genau nach dieser Steigphase die Bisse von Hecht, Zander oder Barsch. Ja, das solltet ihr auf alle fälle Beachten… als klassischer Searchbait, knallen euch natürlich auch immer wieder schöne Hechte auf den Magabass S-Crank. Also umbedingt am starken Fluorocarbon- oder feinen Stahl-Vorfach fischen. Ansonsten ist der schöne. neue Köder weg und der Raubfisch hat unnötigerweise ziemlich zu tun, um diesen wieder loszuwerden.

Das Fazit zum Megabass S-Crank…

Durch seine unfassbar schönen und detailverliebten Muster, macht es jedes mal irrsinnigen Spass den Köder aus der Köderbox zu nehmen und ihn vor die Rute zu spannen. Der Multi-Spezies-Köder fängt wirklich alles was sich so im Mittelwasser sein Fressen besorgt und bringt immer wieder Überraschungen ans Tageslicht. Vor allem an Tagen mit schwierigen Bedingungen ist der Köder immer wieder meine Wahl, um auszuloten, welche Raubfischart grundlegend keinen Bock hat und welche Art vielleicht doch noch aktiv ist und so an den Haken geht. Denn wie gesagt, der Köder fängt alles, egal ob Flussbarsch, Schwarzbarsch, Hecht oder Zander… Somit findet der Megabass S-Crank als Allrounder seinen fixen Platz in meiner Köderbox, obwohl sich vor allem die kleinen Modelle manchmal beim Auswerfen mit den Drillingen verhaken und dabei auch mal gerne ins trudeln kommen.

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